Kanu-Drachenboot

Unter dröhnenden Trommelschlägen und vielen lauten anfeuernden Rufen gleiten die über 12,49 Meter langen Drachenboote durch das Wasser. Bis zu 20 Paddler treiben die mit einem Drachenkopf und -schwanz geschmückten Boote rhythmisch vorwärts.

Die chinesische Tradition des Drachenbootfahrens ist über 2.000 Jahre alt, doch gerade in der heutigen Zeit finden immer mehr Menschen Spaß am Paddeln in dieser spektakulären Bootsgattung. Aber nicht nur die Paddler und Paddlerinnen sind von dieser in Deutschland noch recht neuen Sportart fasziniert. Die Veranstaltungen und Festivals erfreuen sich auch bei den Zuschauern immer grösserer Beliebtheit. Selbst kleinere Events haben nicht selten mehrere tausend Schaulustige. Neben dem Leistungssport ist Drachenboot aber auch eine Fun-Sportart, die die Massen bewegt.

Wettkämpfe werden mit mehreren Booten in einem Rennen gegeneinander durchgeführt. International übliche Wettkampfstrecken haben gerade Bahnen von 200m und 500m Länge und sind meistens durch Bojen markiert. Rennen über 2.000m werden üblicherweise als Verfolgungsrennen auf einem Rundkurs ausgefahren.

Wettkämpfe werden für Damen, Mixed-, also gemischte Mannschaften (min. 8 Damen und 8 Herren je Boot) und Open-Teams, in denen die Sportlerpositionen nicht geschlechtsgebunden sind, ausgeschrieben. Spitzenmannschaften benötigen für die 200m knapp eine und für die 500m knapp zwei Minuten.

Die Alterklassen sind unterteilt in Junioren (18-), Premier und Masters (40+ und 50+).

Es gibt Welt-, Europa-, Deutsche- und Landesmeisterschaften sowie zahlreiche Wettkämpfe ohne Meisterschaftscharakter. Spitzenteams trainieren das ganze Jahr über, mitunter mehrere Stunden täglich. Das Trainingsprogramm umfasst neben Training im Boot auch allgemeines Konditions-, Kraft- und Koordinationstraining.

Drachenboot-Wettkämpfe zeichnen sich trotzdem dadurch aus, dass (im Gegensatz zu manch anderen Sportarten) der persönliche Kontakt zwischen den Teams, Freude und Spaß am Sport und nicht unbedingt das Ergebnis im Vordergrund stehen. Das abendliche Beisammensein ist mindestens ebenso wichtig wie der Wettkampf selbst.
Das Grundprinzip des Drachenbootfahrens ist relativ einfach zu erlernen. Deshalb gibt es neben offiziellen Meisterschaften auch zahlreiche Wettkämpfe für so genannte Fun-Teams, die meist ohne größeres Training ins Rennen gehen und so die Freude am Drachenbootfahren unmittelbar erleben können.
Heute pflegen rund 100 organisierte und 2.000 nicht organisierte Teams mit schätzungsweise 35.000 Sportlern in Deutschland den Drachenbootsport.

Quelle: DKV e.V.


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